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Zum Abschluss wird es datenlastig: Wir zerlegen die Kosten unserer 3 Wochen Island bis ins Detail. Was schluckt das Budget wirklich, wie teuer sind Lebensmittel und Restaurants im Vergleich zu Österreich, und was kostet so ein Roadtrip mit dem E-Auto? Mit Zahlen aus unserer Kostenübersicht, echten Supermarktpreisen und den Fahrdaten direkt aus unserem Tesla.
Nach drei Wochen heißt es Abschied nehmen, und deshalb ziehen wir in diesem Fazit noch einmal Bilanz über unseren Island-Trip. Für uns steht fest: Island ist zwar kein Schnäppchen, aber das facettenreichste und landschaftlich unbeschreiblichste Land, das wir je bereisen durften. Wir bewerten alle besuchten Orte und Unternehmungen nach WOW-Faktor, Touri-Faktor und Preis/Leistung, verraten euch, welche Spots den Hype wert sind (und welche eher "overhyped"), und geben Tipps, was bei einem nächsten Trip noch ganz oben auf unserer Liste steht (Westfjorde, Highlands, Gletscherwanderungen und mehr).
Das letzte Mal das Zelt abbauen. Der letzte große Wasserfall. Der letzte volle Tag auf Island. 🥹 Nach 21 Tagen fühlt sich plötzlich jedes „letzte Mal“ ein bisschen zu endgültig an. Bevor wir uns schweren Herzens von dieser unglaublichen Insel verabschieden, steht aber noch ein bisschen was am Programm: der mächtige Dettifoss, eine ungeplante Zwangspause an einer einspurigen Brücke, eine spontane Beachvolleyball-Session und natürlich die nächste Runde unserer mittlerweile ziemlich eindeutigen Jimny-Challenge. Am Ende des Tages erreichen wir Seyðisfjörður – genau jener Ort, an dem unsere Reise vor drei Wochen begonnen hat - und der Kreis unserer Reise schließt sich. ❤️🇮🇸
Am vorletzten Tag unserer Reise führt uns der Weg von Laugar an den Mývatn, ein Gebiet, das viele der eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten Islands in wenigen Kilometern bündelt. Wir spazieren zwischen den grünen Pseudokratern von Skútustaðagígar, erklimmen den gewaltigen schwarzen Aschekegel Hverfjall und steigen hinab zum leuchtend türkisblauen Thermalwasser der Grjótagjá, jener Höhle, die Game-of-Thrones-Fans bestens kennen. Dazu deftige Suppe mit geothermal gebackenem Brot im Vogafjós Cowshed Café und als entspannter Ausklang die Campingplatz-Katze neben unserem Zelt.
Heute geht's in die Wal-Hauptstadt Islands, das beschauliche Húsavík an der Skjálfandi-Bucht: erst Souvenirläden, das Whale Museum mit seinen 12 echten Skeletten und ein Fischessen im Naustið, dann aufs Wasser. Bei der Speedboat-Tour mit Gentle Giants begegnen wir gleich vier Buckelwalen, von Miss Madeira und Primero über Khaleesi, die unser Boot aus dem Nichts komplett vollsprüht, bis zum breachenden "Archaisch". Dazu Wissenswertes über Fluke-Fingerabdrücke, Happywhale und warum diese sanften Riesen echte Klimaschützer sind. Ein Tag, der uns für immer in Erinnerung bleibt.
Von unfassbar gemütlichen Betten im Karuna Guesthouse geht’s heute ganz entspannt weiter nach Akureyri – wobei die Fahrt dank unserer mittlerweile hart umkämpften „JIMNY!“-Challenge alles andere als ruhig verläuft. 😄 In Islands Hauptstadt des Nordens schlendern wir durch bunte Straßen, stöbern durch kleine Shops, testen einen richtig guten Burger und entdecken zwischen Kirche, Kunst und knarrenden Holzböden den ganz eigenen Charme der Stadt. Und ganz nebenbei steht es plötzlich 11:11 – die Jimny-Meisterschaft ist also wieder völlig offen. 😅
Von Reichweitenangst bei Wind und Regen über Robben am schwarzen Strand bis hin zu einem versteinerten Troll im Meer – dieser Reisetag hat wieder einiges zu bieten. 😄 Nach einem kurzen Tesla-Nervenkitzel erreichen wir Hvitserkur zur perfekten Zeit bei Ebbe und lassen den Tag schließlich ganz entspannt mit Hot Pot und Fasssauna im goldenen Abendlicht ausklingen. Island, du hältst uns wirklich auf Trab! 🇮🇸
Der westlichste Tag unserer Reise: Über mühsame Schotterpisten, aber bei endlich traumhaftem Wetter, geht's ans Ende Islands (und Europas) zur größten Vogelklippe des Kontinents, Latrabjarg. Danach verschlägt es uns an den endlosen, aus Muschelschalen zerriebenen roten Sand von Rauðisandur, wo Patci auf eine kleine Sand-Mission zieht, während ich es mir bequem mache. Und als wäre der Tag nicht schon großzügig genug gewesen, setzt Island am Campingplatz direkt am Meer noch eins drauf.
Wir entfliehen dem Massentourismus und freuen uns auf Island, so wie wir es von Tag 1 kennengelernt haben - idyllisch :) Lest hier von der Strecke Reykjavik bis Flókalundur und wie man Laden und Einkäufe hier planen sollte.
Vom rauchenden Vulkangebiet zum wohlig-warmen Infinity-Pool: Heute wagen wir uns auf die Reykjanes-Halbinsel, fahren durch das von Schutzwällen gesäumte Grindavik und wandern zum Fagradalsfjall, wo sich eine gewaltige Zunge aus erstarrter Lava durch die Landschaft schlängelt und die Erde stellenweise noch dampft. Zur Belohnung geht's danach in die Sky Lagoon, wo wir euch Schritt für Schritt durch das 7-stufige Skjól Ritual mitnehmen. Kontrastreicher kann ein Island-Tag kaum sein.
Heute geht’s für uns auf den berühmten Golden Circle: Wir spazieren in Þingvellir zwischen zwei Kontinentalplatten, beobachten den Strokkur beim Ausbruch und stehen schließlich vor den gewaltigen Wassermassen des Gullfoss. Zwar bleiben die ganz großen WOW-Momente diesmal ein bisschen aus – vielleicht sind wir mittlerweile einfach schon zu verwöhnt –, dafür gibt’s jede Menge Dampf, Touristen und spannende Island-Fakten. Zurück in Reykjavík wartet dann noch ein echtes kulinarisches Highlight auf uns.
Reykjavik von seiner schönsten Seite: Wir tauchen im interaktiven Perlan Museum in Islands Natur, Geschichte und die traurige Realität der Gletscherschmelze ein, staunen über die basaltsäulen-inspirierte Hallgrímskirkja und die schimmernde Glasfassade der Harpa und lassen uns durch die bunten Straßen von Midborg treiben (inklusive endlos nachfüllbarer Suppe im Brot). Ein Tag, der zeigt, dass Island auch städtisch einiges zu bieten hat.
Den Samstag auf der Highlandbase gingen wir wetterbedingt entspannt an, mit Thermalquellen, Sauna, Reiseplanung und dem ein oder anderen "Highland Mule". Am nächsten Tag wagten wir bei 2°C, Nebel, Regen und 50 km/h Wind die Hveradalir-Runde, und obwohl die Bedingungen hart waren, schenkte uns die Sonne für ein paar Minuten den vollen Blick auf dieses surreale Rhyolith-Massiv, dessen Hänge in Gelb, Orange, Rot und Grün leuchten, während es überall dampft, zischt und Schwefelschwaden neben Schneefeldern aufsteigen. Nach Sauna und Dusche ging's zurück nach Selfoss, wo wir den Jimny gegen unseren Tesla tauschten und Richtung Reykjavik aufbrachen, um nun die städtische Seite Islands zu erkunden.
Es geht ab in die Highlands – über eine Straße, die offiziell keine F-Road ist, sich aber verdächtig danach anfühlt. Nach Schlaglöchern, Wind und ordentlich Gerüttel wartet dafür die Belohnung: Highland Base, Sauna, heiße Pools, ein richtiges Bett und vermutlich das teuerste Abendessen unserer Islandreise. 😄
Mit unserem kleinen Jimny geht’s über holprige F-Roads und ein paar Flüsse mitten hinein in die spektakuläre Landschaft von Landmannalaugar. Zwischen „Rüttelschüttel“, leichtem Auto-Panikmodus und einer überraschend schönen Wanderung wartet am Ende sogar noch ein Bad in einer heißen Quelle auf uns. Ein Tag voller Adrenalin, Staunen und ziemlich viel Wackelkontakt. 😄
Entspannter Tag mit Routenplanung, Wäsche und dem Abholen unseres Suzuki Jimny in Reykjavik, den wir für die nur mit 4x4 befahrbaren F-Roads in den Highlands brauchen. Dazu ein Besuch im geothermalen Kraftwerk Hellisheidi, das 80% von Reykjaviks Energie liefert, sogar Straßen schneefrei heizt und sein CO2 wie bei einem SodaStream ins Basaltgestein zurückinjiziert, also net-zero Strom erzeugt. Zum Abschluss noch der touristisch überlaufene Vulkankrater Kerid am Golden Circle, nett anzusehen aber angesichts von Islands spektakuläreren Ecken kein Muss.
Beim Skalakot Manor Hotel trafen wir unsere Guide Signe für eine 6-stündige Day Tour auf den unglaublich ruhigen Isländerpferden, die uns nebenbei die neue Gangart Tölt beibrachte. Vormittags ging's den Berg hinauf Richtung Eyjafjallajökull, dem Vulkan, der vor 15 Jahren den europäischen Luftraum lahmlegte, mit grüner Landschaft und den Westmann-Inseln im Rücken. Nachmittags galoppierten wir über Schotter, Wiesen und Flussquerungen bis zu einem menschenleeren schwarzen Strand, wo Adduktoren und Hintern zwar ihre Grenzen aufzeigten, das Gefühl von Freiheit und Adrenalin aber jede Anstrengung wert war. Absolute Herzensempfehlung!
Wie sich ein Tag nach einer Horrornacht positiv entwickeln kann, lest ihr hier ;)
Statt teurer Fähre nach Heimaey probierten wir unser Glück am Strand, und die Felsen waren VOLL mit Puffins, denen wir eine Stunde beim Abheben und Fischen zusahen, während nebenbei sogar eine Robbe vorbeischwamm. Nachmittags ging's mit Guide Jon im Superjeep zur Katla Eishöhle, einem der aktivsten Vulkane Islands, vorbei am Star-Wars-Berg und hinein ins 800 Jahre alte Eis mit seinen Ascheschichten aus früheren Ausbrüchen. Krönung war die Rückfahrt: mit 70 km/h im Superjeep über den Black Beach entlang der krachenden Wellen, teils sogar durchs Wasser. Gerne wieder!
Der Tag startete mit einer flotten Wanderung zum Svartifoss, einem Wasserfall aus umgekehrten Basaltsäulen, den wir dank meiner Wander-Motivation in 24 statt 45 Minuten erreichten. Danach ging's Richtung Skaftafellsjökull, wo uns Regen zum Umkehren zwang, weiter durch die endlosen Schwemmländer südlich des Vatnajökull, deren karge Weite wie geschaffen für "Smaugs Einöde" wirkt. Highlight war aber der Fjadrargljufur Canyon, einer DER Game-of-Thrones-Drehorte, der unsere Erwartungen glatt übertraf, bevor wir am Abend unseren Campingplatz in Vik mit tollem View erreichten.
Wer etwas über unsere ersten Eindrücke von Island und über Eisberge lesen möchte, sollte hier reinschauen ;)
Um 9:30 legten wir in Seydisfjördür an und Island empfing uns sofort von seiner schönsten Seite: grüne Hügel, schroffe Klippen und Wasserfälle im Morgennebel, durch den sich die ersten Sonnenstrahlen kämpften. Nach kurzem Einkauf und Laden in Egilsstadir ging's zum ersten echten Highlight, dem Studlagil Canyon und danach zu unserer ersten Unterkunft in Island.
Ein Tag ohne Plan, ohne irgendwo sein zu müssen, ohne Internet - wie lang hatten wir das schon nicht mehr? Es ist ein sehr schönes Gefühl, im Moment leben bzw. ruhen zu können - Auch wenn aus der Ruhe mal Frustration wuchs :D
Mit flauem Magen und Übelkeitstablette im Gepäck ging's für 2 Nächte auf die Smyril Line Fähre Richtung Island, doch die befürchtete Wellen-Katastrophe blieb zum Glück erstmal aus. Statt gähnender Langeweile erwartete uns ein fast schon schwimmendes Kreuzfahrt-Feeling mit Restaurants, Kino, Pool und Hot Tubs. Zwischen Hot-smoked Salmon Sandwich, ausgiebigem Buffet und einer Runde im Whirlpool mit zwei netten Regensburgern wurde aus der gefürchteten Überfahrt eine richtig positive Überraschung.
In Hamburg beim REWE mit Vorräten für's Island-Camping eingedeckt, um den teuren Preisen zu entgehen. Dann entspannt in rund 6 Stunden nach Hirtshals, wo wir ein süßes Cottage für die letzte Nacht vor der Fähre bezogen. Highlight: erster Blick auf die Nordsee, direkt mit dem Auto am Strand.
Auf dem Weg nach Hirtshals machten wir in Hamburg Halt fürs Elite 16 auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn, und der Finaltag zeigte uns einmal mehr die Schönheit unseres Lieblingssports. Bei den Damen holten sich Brunner / Hüberli mit brutalem Servicedruck und einer Blockwand den Titel gegen die Lettinnen Graudina / Samoilova. Das Highlight war aber das Herrenfinale: Lokalmatadoren Ehlers / Wüst bezwangen im allerersten gemeinsamen Elite 16 die Favoriten Mol / Sorum vor einem brennenden, ohrenbetäubend lauten Center Court.
Noch nicht einmal am Weg schon gibt's das erste Hindernis das es zu überwinden gilt...
Was packt man denn für 28 Tage, davon 13 Camping Tage, ein paar heiße, großteils aber kühle und kalte Tage, Regentage und einen Ausritt-Tag? :D Wir dachten uns: im Auto ist viel Platz und mit Dachbox 0 Problemo. Findet heraus, warum es letztendlich doch ein Problemchen wurde.
Mit dem E-Auto nach Island? Geht das? Wir werden's rausfinden. In diesem Artikel findet ihr ein paar Informationen zum Reisen mit einem E-Auto. Facts, Statistiken und generelle Infos zum Thema.
Idylle pur und Abenteuer - Ja oder Nein?
... tja - wie im Titel unschwer zu erkennen ist, starten wir in unsere nächste, längere Reise. Diesmal geht's von August bis September für ein Monat nach Island mit dem E-Auto!