Tag 2: Endlose Weiten und Eisberge
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Jökulsárlón · Höfn · Skaftafell · 2026-08-14

Tag 2: Endlose Weiten und Eisberge

von Patci 4 Min. Lesezeit

Tag 2 auf Island bricht an in unserem süßen Cottage und irgendwie wälze ich mich seit ner Stunde oder zwei im Bett, weil ich scheinbar noch nicht ganz im Einklang mit der 2-stündigen Zeitverschiebung bin. Nach nem gemütlichen Selbstversorger-Frühstück packen wir zusammen und sind wieder auf der Straße. Unsere ersten Eindrücke von Island und was wir so gelernt haben bisher:

  • Isländer sind tollerweise mega naturverbunden und beschützen sie: abseits der Straßen parken, gehen oder fahren wird scharf bestraft.
  • Es gibt mehr Grüntöne als uns bisher bewusst war! Das ist echt ein Wahnsinn!
  • Schafe regieren diese Insel - sie sind ÜBERALL und scheinen die komplette Freiheit zu genießen - großes Fragezeichen wie die Bauern ihre Schafe jemals wieder finden
  • Isländer bauen riesige top Steinmanderl - Bravo!
  • tbc

Heute steht relativ viel Strecke an: von Breiddalsvik geht’s über Höfn nach Jökulsarlon und eigentlich nach Vik. Insgesamt wären das etwa 410km (etwa 6h wegen 90km/h Beschränkung). Wir haben letztendlich spontan etwas umentschieden.

Erstmal zum Anfangsteil der Strecke: die Ring Road (=Straße, die in Form eines Rings rund um Island geht und gut befahrbar ist) läuft hier im Südosten entlang Fjorde rein und raus, 160km rein und raus, aber fad wird uns ganz bestimmt nicht. Auf dieser Autofahrt gibt es genug zu sehen: aufgeschreckte oder ganz entspannte Schafe neben der Straße (da sie scheinbar tun und lassen was sie wollen ;)) Islandpferde, unendliche Weiden, teils so leuchtend grün, dass sie total im Kontrast zu den steinigen, braun-schwarzen Bergen stehen, Buchten und so viel Wasser. Nein, nicht das Meer meine Lieben, sondern Bäche, unzählige Wasserfälle, Flüsse und und und. Aufgrund dessen gibt’s ganz viele EnBreid Brú s :D Wir lieben dieses Wort :D was so viel bedeutet wie einspurige Brücken bei denen gilt: wer zuerst kommt, fährt zuerst.

Bei etwa 2/3 des Weges nach Höfn erspähen wir einen Strand und wollen sofort stehen bleiben. Gut, dass da gleich ein Parkplatz ist. Wir landen im Hvalnes Nature Reserve, das unserer Meinung nach “Schwanenmeer” heißen sollte. Auf der einen Seite des Strandes erstreckt sich ein “See”/Meer wo das Ende nicht mehr ersichtlich ist, worin eine Schwanenkolonie die beste Zeit ihres Lebens hat. Wow- ein schöner Anblick. Uns ist noch nicht ganz klar, wie sie dort mit dem Wasser klarkommen, da es eigentlich Salzwasser sein müsste, aber womöglich kommen Süßwasser und Salzwasser dort zusammen. Auf jeden Fall einen Stopp wert! Auf der anderen Seite desselben Strandes schlagen die blauen Meereswellen auf feinsten schwarzen Kiesstrand ein. Ein Anblick zum Genießen - und wieder kein Ende des Strandes in Sicht. Diese Weiten - Mmhhhhh - pures Freiheitsgefühl!

Nach 2,5-3h kommen wir wieder Richtung Zivilisation. Tatsächlich: eine Ortschaft mit Menschen, Sportplätzen, Ladestationen und Restaurants. Jürgen entdeckt ein sehr gut bewertetes Restaurant gleich gegenüber der Ladestation: Pakkhus und wir bestellen sehr deliziöses Thunfisch Steak und das Tages-Special: Rotzunge (Solkoli) + 2 Getränke -> Kosten: ca.90€. Was Höfn ganz besonders macht? Seinen Blick auf die größte Eiskappe Europas: den Vatnajökull, der 10% der isländischen Inselfläche einnimmt. Uff!

Etwa 1h von Höfn wartet das Highlight des Tages auf uns: Jökulsarlon Ice Lagoon und der Diamond Beach. Beim Einfahren in den Parkplatz wird man schon mit einem Traumblick auf “Eisschollen/Eisbergen” belohnt, da sie sich dort anstauen, bevor sie über den Fluss ins Meer raus geschwemmt werden. Wir haben Glück mit dem Wetter, denn nach einem Spaziergang entlang der Lagune und des Diamond Beach - wo noch etliche Eisbrocken liegen - kommt die Sonne raus und die Wolken spiegeln sich wunderschön im Eiswasser. Wir Glückspilze <3 Und nochmal Glückspilze als wir drei Robben in der Lagune herum schwimmen sehen. Hier nun ein paar Eindrücke:

Back on the road again und wir realisieren, dass wir in unserer Planung am nächsten Tag retour fahren würden, also suchen wir uns in Skaftafell einen Campingplatz - es gibt eh nur einen :D Unser Heim steht nach etwa 30min.und wir freuen uns aufs kochen - was leeeeeeider flach fällt. FAIL! Die Gaskartuschen, die wir beim N1 kauften (obwohl Norm EN417 draufstand) passen nicht - Mist! - Gottseidank gibt’s bei diesem Campingplatz einen Foodtruck: Fish & Chips it is. Morgen sehen wir uns in der Umgebung den Svartifoss (Wasserfall), den jökull (Gletscher) und sooooo viel mehr Schönes an :) Freut euch drauf!

Enjoy life!

Patci

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